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- - - die Spargelernte geht zum Johannistag ( 24.06. Sommersonnenwende ) zu Ende - - -
 

Die Heimat des Spargels ist Vorderasien, wo er in sandigen Meeresdünen und feuchtsandigen Flusstälern wächst. Der Spargel gehört zur Familie der Liliaceae (Zwiebelgewächse). Der Spargel ist eine mehrjährige echte Staude dessen Ausläufer im Boden überwintern. Die im Frühjahr treibenden Sprossen werden mit einem Erdhügel  als weißer Spargel gebleicht oder direkt über der Erde abgeschnitten als Grünspargel geerntet. Die Lebensdauer der Spargelkultur beträgt 10-12 Jahre. In älteren Spargelkulturen werden die Sprossen immer dünner, so dass der Arbeitsaufwand der Ernte zu groß wird. Im Erwerbsspargelanbau werden fast ausschließlich nur rein männliche Sorten angebaut, da diese gleichmäßigere und auch dickere Sprossen bilden. Im Frühjahr werden mit einer speziellen Spargelfräse die Dämme aufgeworfen und geformt. Um die Ernte noch zu verfrühen wird auf diese Dämme eine spezielle Folie gezogen. Die Ernte erfolgt je nach Witterung von Mitte April bis zum 24 Juni (Johannistag). Dieser Johannistag ist ein Erfahrungswert. Der Spargel wird bei warmer Witterung zweimal täglich geerntet. Die Spargelstecher gehen bewaffnet mit einem Spargelmesser, einer Spargelkelle und einem Sammelkorb durch die Spargelreihen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Sie versuchen zu erkennen, an welchen Stellen der Spargel durch den Boden bricht. Der Spargel wird dann mit zwei Fingern frei gescharrt und mit dem langen Messer über der Spargelkrone abgeschnitten. Es muss sehr sorgfältig darauf geachtet werden, dass andere kleinere Stangen die auch aus der Krone treiben nicht verletzt werden. Dann wird das gescharrte Loch wieder mit der Spargelkelle zugeworfen und glattgestrichen. Wird der Spargel zu spät erkannt und die Spitze kommt ans Licht, dann verfärbt sich diese Spitze blau. Der blau gefärbte Spargel ist durch die Chlorophyllbildung etwas herzhafter als der weiße Spargel. Er gilt aber in Frankreich z.B. als der bessere Spargel. Nach der Ernte wird der Spargel kurze Zeit in ein kaltes Wasserbad gelegt, damit er sich abkühlt und man ihn besser reinigen kann. Nun wird jede Stange einzeln in die Sortiermaschine gelegt. Dort wird der Spargel auf eine Länge geschnitten und mit einer Bürste und Wasser gesäubert. Am Ende der Sortiermaschine wird der Spargel in die verschiedenen Güteklassen sortiert. Nun kommt der Spargel mit den verschiedenen Sortierungen in den Verkauf.
Nach der Ernte streuen wir Mist zur Düngung in die Spargelfelder. Die Stangen treiben jetzt durch und sammeln die Kraft für das nächste Jahr. Im späten Herbst wird das Laub gemulcht und wir warten dann auf die neue Ernte.
Gärtnerei Peters, Inh.: Familie Frason, Hackenbroicher Str. 8, D-41540 Dormagen, Tel.: 02133-61200, Fax: 02133-61215
Traditioneller Spargelanbau

Wir haben uns entschlossen den Spargel nur noch traditionell anzubauen. Wir bleichen den Spargel nur durch Erdwälle und verzichten ganz auf Folie zum Abdecken. Dieser Anbau ist nur auf leichten Spargelböden möglich und es kommt vor, dass unser Spargel ans Licht kommt und sich die Köpfe violett verfärben. Durch den Verzicht auf Folie ist der Spargel besser durchlüftet und hat dadurch einen besonders guten Geschmack. Der violett verfärbte Spargel schmeckt außerdem herzhafter, und gilt deshalb in Frankreich  schon immer als Delikatesse.
Diese Anbaumethode hat allerdings auch Nachteile, wir müssen den Spargel täglich frisch ernten, haben einen geringeren Ertrag, da der Spargel der Witterung ausgesetzt ist kann es passieren, das die Stangen nicht so weiß werden, wie im modernen Anbau, aber der Geschmack ist einzigartig. Wir können auch jederzeit während der Ernte die Hügel nacharbeiten und damit das anfallende Unkraut bekämpfen, so dass wir auf alle chemischen Anwendungen vor und während der Ernte gänzlich verzichten können. Außerdem vertreten wir die Ansicht das man auf Plastik verzichten sollte, wo es nicht unbedingt nötig ist.